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Sonntag, 11. Oktober 2009

Spüren

Wer sich nicht bewegt der spürt seine Ketten nicht ....
Wer sich nicht bewegt der spürt aber auch seine Muskeln nicht !

(Erkenntnis nach einem Gang auf den Traunstein).

Donnerstag, 10. September 2009

Geschenkt ist mir zu teuer!

Guuutscheiiin - ich werde angesprochen auf der Landstrasse - jemand will mir was schenken, Produkte gibt es auch jede Menge und heute gratis!

Wie gut meint es doch die Welt mit mir - sagt man mir jedenfalls. Ich darf etwas kennenlernen ohne das ich bisher recht glücklich war und das ich in Zukunft nicht mehr missen möchte (nach dem Wunsch des Schenkers).
Ich setzte mich zu Wehr - NEIN DANKE - ich mag nicht bei Ihnen um 20% billiger einkaufen weil mir der Einkauf um 100% teurer kommt als ohne diesen Gutschein (ohne den ich den Laden nie betreten hätte weil ich das Zeug gar nicht brauche!)

Geiz ist Geil und das Geschäft mit der menschlichen Gier blüht.

Ich kaufe nicht billig, sondern das was ich wirklich brauche regulär, und das ist bei weitem billiger als Sonderangebote weil ich oft Dinge, die ich zu benötigen glaubte nicht mehr brauche wenn ich nicht gleich dazu komme sie zu besorgen und von dieser natürlichen Bedenkzeit hält mich der Druck eines Sonderangebots zu leicht ab.

Die Werbung versucht zu vermitteln das jemand arm ist der bestimmte Produkte nicht besitzt. In Wahrheit ist aber arm wessen Wünsche größer sind als seine Brieftasche und so dick kann die gar nicht sein...

Immer wieder unbezahlbar ist aber das Gesicht der Geber von Gutscheinen oder Waren wenn ich das Produkt mit dem mir mit dem Wort "gratis" vor dem Gesicht herumgewedelt wird ablehne mit den Worten: "Nein danke, das ist mir zu teuer!"
Gelegentlich entwickelt sich auch ein gutes Gespräch daraus...

Montag, 10. August 2009

Im Rattenhimmel...

.. ist sie wohl jetzt.
Sie humpelt im Garten auf mich zu, am hellichten Tag, ohne Scheu, schwer angeschlagen.

"Die hat es schwer erwischt - Das wird nimmer - Oh Gott ich will hier keine Ratten am Haus - Ob das nur eine Verletzung ist oder was ansteckendes? - Tollwut? - Was soll geschehen? - Verjagen? - Wohin? - Die kann nirgendwohin mehr laufen! - Erschlagen? - Geht wohl nicht anders - Nein, nicht die Schaufel - Zu unsicher, zu groß die Gefahr sie nicht sofort tödlich zu erwischen - Der Eisspaten - Ja!"

Sie schleppt sich noch zwei Meter, dreht vor meiner Haustüre um, kommt auf mich zu und sieht mich an, bleibt ruhig unter der Schneide des Spatens sitzen als ob sie darauf wartet, Bescheid weiß was kommt. Ein schneller Ruck, ein kurzes zucken - unser beider Probleme unterschiedlicher Natur sind gelöst. Ein kurzer gemeinsamer Abschiedsweg zum Mistkübel und das war`s.

Leben ist heilig - ja, auch das einer Ratte!

Die Frage ist, was überwog?
Das Erbarmen sie von dem Leid zu erlösen?
Der Instinkt die eigene Behausung gegen unerwünschte Eindringlinge zu verteidigen?
Oder die Angst vor möglicher Krankheit?

Nicht primär die Handlung ist es - nein, worauf es ankommt sind die Gründe die uns dazu bewegen. Habe ich die Chance Mitgefühl zu leben genutzt oder haben instinktive Ängste die Hand am Spaten geführt?
Irgendwann werd ich es erfahren.

Freitag, 31. Juli 2009

... und bewahre mich vor denen, die ihre Aggression ablehnen!

Achtung, der folgende Text ist in einem Anfall von purem Zynismus über die Imageorientierung weiter Teile der "Licht und Liebe" Fraktion der Eso-Szene entstanden. Wenn du dich dazu zählst solltest du hier das lesen dieser Zeilen besser beenden.




Willst du in allerfeinsten Kreisen
der Aufstiegs-Meister dich beweisen,
dann musst du werden engelsgleich
und an Tugenden schwerreich.

Du sprichst in sanften, leisen Worten
von edlen Dingen, hohen Orten,
du siehst das Beste nur in allen,
dein Haar und die Gewänder wallen.

Kein Leichenteil nährt deine Glieder,
dein Bauch voll Korn, Obst und Gemüse,
so chantest du Erd-Heilungs-Lieder,
und channelst weise, lichte Grüße.

Dein Lebenslauf ist lückenlos,
vom Sternenheim bis heute da,
das Licht des Einhorns* strahlt famos,
du sagst zum Leben lächelnd "ja"!

Lieber Mensch, versteh mich recht
all diese Dinge sind nicht schlecht,
nur übel kann mir dabei werden,
wenn sie bloß einem Zwecke dienen,
dem Profilierungszwang auf Erden
und hier den Heiligen zu mimen!

Das Erz, es muss geschmolzen sein,
für reinen gold`nen Glanz,
vergolden macht aus keinem Stein,
die göttliche Substanz.

In meinem Inneren das Tier
mit allen seinen Trieben,
ein wesentlicher Teil von mir
zum kämpfen, leben, lieben.

Vitale Lebenskraft ist ehrlich,
das wird dem Heiligen-Bild gefährlich.
Schnell: Tier gefesselt und begraben,
leider ist`s nicht tot zu schlagen,...

Aus aggressiver Schöpfungskraft
wird destruktiv - Vernichtungsmacht.
Das, nur um den Schein zu wahren
und sich Konflikte zu ersparen.

Oh Gott!
schütz mich vor denen, die da glauben,
sie hätten schon die Sternenaugen.
Auch vor dem Schatten deiner "Engel"
mit seinem pechschwarzen Gedrängel,
kurzum bewahre mich vor denen
die ihre Aggression ablehnen!



PS: falls dir der Text gefallen hat freue ich mich wenn du diesen Beitrag hier verlinkst. Der Text steht aber unter Copyright und ich werde nicht Licht und Liebe versprühen falls ich ihn bei meinen Recherchen im Netz an anderer Stelle wieder finde!



* hier je nach Modetrend einzusetzen: Drache, Engel, Fee, Deva, Stern, heidnische oder sonstige Gottheit,....

Samstag, 25. Juli 2009

Er / sie / es? - mal andersrum betrachtet

Ich verwende der Einfachheit halber die "er" Form wenn ich vom Menschen spreche und die "sie" Form bei der Mehrzahl von Exemplaren dieser wundersamen Spezies.
Vom politisch korrekten Binnen I bin ich nach zeitweiligem und halbherzigen Gebrauch wieder abgerückt.
Irgendwie stelle ich mir die Frage (und auch euch wer sich dazu äußern mag) warum sich immer nur Frauen dagegen Beschweren wenn das "er" für alle verwendet wird? Ich habe noch nie die Klage eines Mannes gehört (die doch eigentlich viel mehr Grund zum Protest hätten) der sich darüber beschwert hat, das dem männlichen hier eindeutig seine Manneskraft abgesprochen wird indem es auch weiblich verwendet wird....

Warum eigentlich?
Ist das noch nie jemandem aufgefallen / macht man(n) sich keine Gedanken darüber / checkt man(n) gar nicht das mit "er" auch "sie" gemeint ist...?

Freitag, 17. Juli 2009

Selbermachen - das zahlt sich doch nicht mehr aus!

apfel
Mein Apfelbaum ist erntereif. Er trägt nicht nur Äpfel – er biegt sich unter der Last der reifen Früchte. Kübelweise schüttelt sie der Wind herunter, zwischen die Brombeerranken, die Brennnesseln, sie rollen im Gras die Böschung nach unten, verteilen sich an die geheimsten Plätzchen des Gartens und warten – warten darauf eingesammelt zu werden und ihrer Bestimmung zugeführt zu werden, dem Zweck zu dem der Baum vor nun fast 40 Jahren von meinem Großvater gepflanzt wurde – mich zu nähren.
Also trete ich mein Erbe an und Ernte – ernte alles was geschenkt wurde, die winzigen, die wurmstichigen, die angeschlagenen genauso wie die makellosen großen süßen – alle. Ein Kübel Marillen wandert als Geschenk auch noch dazu.
Etwa 130 Kg Obst insgesamt, fünf Tage bin ich beschäftigt – etwa 40 Stunden (Küche putzen mitgezählt).

Das materielle Ergebnis meiner Obst - Hinterglas - Aktion:
15 Liter Apfelessig
30 Liter Apfelsaft
30 Kg Apfelkompott
5 Kg Marillenmarmelade
500 Gr. Apfelschalentee

Qualitativ betrachtet:
Apfelessig von der hohen Qualität ist nicht im Handel. (Ich lagere ihn einige Jahre bevor er vollreif zur Verwendung kommt)
Apfelsaft (Kompott) nur durch erhitzen haltbar gemacht, garantiert ohne Zusatzstoffe, Bio, Sortenrein und aus der Region – nicht im Handel.
Fazit – eigentlich unbezahlbar weil nicht zu bekommen.

(trotzdem) Mathematisch betrachtet:
Verkaufswert vergleichbarer Produkte im Handel € 393,-
- geschätzter Materialaufwand € 25,-
€ 368,-
40 Stunden Arbeit
= ein Stundenlohn von € 9,2

Spirituell betrachtet:
Ich habe genügend Nahrung zur Verfügung. Genug um immer wieder mit Übergewicht zu kämpfen. Bin ich mir dieses Privilegs wirklich bewusst? In einer Welt in der Menschen tagtäglich verhungern - ein kostbares Geschenk! Ich weiß leider nicht mehr von wem das folgende Zitat stammt, aber es passt einfach: "Gottes Gaben werden in unseren Händen zu Aufgaben"
In dem Sinn war die Arbeit ein fünftägiges Gebet und die Nahrung dadurch gesegnet....

ernte
Ich muss zugeben ich bin selbst überrascht über das Ergebnis der Betrachtung und gestehe das ich die vielschichtigen Werte von selbstgemachtem deutlich unterschätzt habe!

Sei willkommen

wie immer du auch den Weg hierher gefunden hast. Komm rein in die gute Stube und mach es dir bequem. Lass dich von dem schnurrenden Rad des Lebens in immer neue Welten tragen. Hier wird gesponnen - neue und alte Gedanken in immer neue Richtungen.....

Dieses Weblog ist entstanden um Raum zu schaffen für philosophische Betrachtungen die gelegentlich an meine Türe klopfen. Die Beiträge werden unregelmäßig erscheinen und niemand kann sagen wann der nächste kommt (ich am allerwenigsten).

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